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Wenn ich auf das Jahr 2025 zurückblicke, fällt die Gesamtbilanz für den Landkreis Nordwestmecklenburg und seine regionale Wirtschaft insgesamt gemischt aus. Trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen wie der schwachen Binnenkonjunktur, hohen Energie- und Arbeitskosten sowie einem zunehmenden wirtschaftlichen Pessimismus konnten im Jahr 2025 dennoch positive Akzente gesetzt werden.

Investitionen im Kreisgebiet: Ein Hoffnungsschimmer trotz Herausforderungen

Trotz eines rückläufigen Interesses an Industrie- und Gewerbeflächen infolge der wirtschaftlichen Unsicherheiten seit dem Ukraine-Krieg wurden 2025 bedeutende Investitionen getätigt. Besonders im Industrie- und Gewerbegebiet Upahl konnten drei Flurstücke erfolgreich verkauft werden. Das Gebiet, das im Besitz des Landkreises Nordwestmecklenburg ist, wurde durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft vermarktet.

Zu den neuen Eigentümern gehören ein niederländisches Medizintechnikunternehmen, ein Baumaschinenverleiher aus Hamburg sowie ein weiteres Bestandsunternehmen, das sich in Upahl erweitern möchte. Geplante Investitionen in Höhe von etwa fünf Millionen Euro schaffen über 50 neue Arbeitsplätze vor Ort.

Zusätzlich wurde im interkommunalen Gewerbegebiet Upahl–Grevesmühlen eine wegweisende Entscheidung getroffen. Die Drogeriekette Rossmann unterzeichnete eine Reservierungsvereinbarung für eine acht Hektar große Fläche, auf der bis 2028 ein Regionallager entstehen soll.

Diese Investition in Höhe von rund 60 Millionen Euro wird mehr als 300 neue Arbeitsplätze in der Region schaffen und markiert einen wichtigen Schritt zur Erschließung des Gewerbegebiets.

Kultur und Infrastruktur: Der Spatenstich für das Museum Ehrhardt

Im Oktober 2025 wurde der Spatenstich für das Museum Ehrhardt im Ortsteil Plüschow der Gemeinde Upahl gefeiert. Das internationale Architekturbüro von Diébédo Francis Kéré wird das Gebäude nachhaltig aus Lehm, Holz und Glas errichten. Der Bau des Museums, das Werke des Bauhaus-Schülers Alfred Ehrhardt präsentieren wird, ist eine wichtige kulturelle Bereicherung für die Region.

Geplant sind jährlich 30.000 Besucher, was einen erheblichen Wirtschaftsfaktor für Plüschow darstellt. Der Bau wird privat durch die Familie Ehrhardt finanziert und beläuft sich auf eine zweistellige Millionenhöhe.

Fachkräftegewinnung und -bindung: Ein Erfolg trotz Herausforderungen

Das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg (WSC NWM) blickt auf ein arbeitsintensives Jahr 2025 zurück. Über 300 Anfragen von Fachkräften aus Deutschland und dem Ausland wurden bearbeitet, was die gute Stabilität des Vorjahres widerspiegelt.

Besonders auffällig war der Anstieg internationaler Fachkräfte – nahezu jede vierte Anfrage kam aus dem Ausland. Dennoch bleibt die Anerkennung von Qualifikationen und die Sprachbarriere nach wie vor eine Herausforderung.

Erfreulicherweise konnten 40 von 100 Jobanfragen erfolgreich vermittelt werden. Auch bei der Wohnungssuche – insbesondere für internationale Fachkräfte – gab es Fortschritte: Rund die Hälfte der Anfragen konnte erfolgreich vermittelt werden, was angesichts des knappen Wohnraums im Landkreis ein großer Erfolg ist.

Zudem konnte das WSC NWM vier neue Unternehmenspartner gewinnen, sodass mittlerweile 21 Unternehmen das Center unterstützen.

Der Blick auf das Jahr 2026: Herausforderungen und Chancen

Insgesamt war 2025 für die kreiseigene Wirtschaftsförderung ein gutes und erfolgreiches Jahr. Es wurden Investitionen im zweistelligen Millionenbereich begleitet und Fachkräfte für die regionale Wirtschaft in relevantem Umfang überregional angeworben sowie vor Ort unterstützt. Das macht Mut und zeigt, dass weiterhin investiert und eingestellt wird.

Nachdenklich stimmen mich die hohen Energie- und Lohnkosten in Deutschland im internationalen Vergleich sowie das geringe Arbeitsaufkommen pro Kopf – auch wenn dieses in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin über dem Bundesdurchschnitt liegt. Auch die Bau- und Finanzierungskosten, die durch erhöhte bürokratische Anforderungen im Bauwesen sowie durch Inflation gestiegen sind, verhindern oder verzögern Investitionen.

Hier sind der Bund und das Land Mecklenburg-Vorpommern gefragt. Bürokratie und damit verbundene Mehrkosten müssen weiter abgebaut werden. Die Novelle der Landesbauordnung im Jahr 2025 war ein wichtiger erster Schritt, der weitergedacht und konsequenter umgesetzt werden muss. Auch die Energiepreise müssen weiter sinken. Hier müssen Möglichkeiten zur Eigenversorgung regionaler Unternehmen auf Basis erneuerbarer Energien verbessert werden. Dazu muss das Land im Dialog mit dem Bund und der EU-Kommission auf neue Regelungen hinwirken.

Zudem gibt es zu wenige Förderanreize und Instrumente für Gründerinnen und Gründer – hier sind wir bundesweit Schlusslicht. Schafft das Land gemeinsam mit den Regionen eine kluge Förder-, Flächen- und Energiepolitik, können auch 2026 wichtige Investitionen ausgelöst und Bestandsunternehmen unterstützt werden. Packen wir es hoffentlich gleich nach der Landtagswahl an, die auch noch viele Unbekannte mit sich bringen.

Fazit: Ein Mut machender Ausblick auf 2026

Trotz der bestehenden Herausforderungen gibt es Grund zur Zuversicht. Im Jahr 2025 konnten bedeutende Investitionen realisiert und zahlreiche Fachkräfte gewonnen werden. Wenn es gelingt, die bürokratischen und infrastrukturellen Hürden weiter zu reduzieren und die Energie- sowie Lohnkosten zu senken, steht der Region ein weiteres erfolgreiches Jahr bevor.

Gemeinsam mit den regionalen Akteuren und Partnern blicken wir optimistisch auf 2026 und hoffen auf eine weiterhin positive Entwicklung für Nordwestmecklenburg.

Martin Kopp
Geschäftsführer, Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg

 


Gefördert

Dieses Projekt wird anteilig vom Land Mecklenburg-Vorpommern für die Dauer von zwei Jahren aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Welcome Center – Landesportal Mecklenburg-Vorpommern

Neuer Partner im Welcome Service Center Nordwestmecklenburg: Die DRK Pflegeeinrichtungen M-V gGmbH

 

Starke Unterstützung für Fachkräfte in der Pflegebranche

Das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg begrüßt mit den DRK Pflegeeinrichtungen M-V gGmbH einen neuen Partner, der für Qualität, Menschlichkeit und berufliche Perspektiven in der Region steht. Für Fachkräfte, die in Nordwestmecklenburg neu starten möchten – ob aus Deutschland oder dem Ausland – bietet diese Zusammenarbeit wertvolle Orientierung.

 

Pflege mit Herz und Haltung

Pflege bedeutet hier mehr als nur Grundversorgung. Das Unternehmen setzt auf ein ganzheitliches Konzept, das medizinische Versorgung, aktivierende Pflege und persönliche Betreuung verbindet. Ziel ist es, Bewohner körperlich, geistig und sozial zu stärken. Im Mittelpunkt steht eine wertschätzende, fachlich qualifizierte und menschliche Pflege, die Lebensqualität und Selbstbestimmung fördert.

Die DRK Pflegeeinrichtungen M-V gGmbH stellen sich als Arbeitgebermarke, durch neue positive Werte, neu auf. Wer sich für die Pflege beim DRK entscheidet, kommt in ein professionelles, familiäres, authentisches und digitales Arbeitsumfeld.

 

Attraktive Gehälter & starke Benefits für Pflegekräfte

Für viele Fachkräfte ist die Region Nordwestmecklenburg nicht nur wegen der Ostseenähe interessant – auch die Arbeitsbedingungen beim DRK bieten echte Vorteile. Die klaren Gehaltsstrukturen und modernen Benefits machen das Unternehmen zu einem stabilen und zukunftsorientierten Arbeitgeber.

Gehälter im Überblick

  • Pflegefachkräfte (PFK): 4.200 – 4.500 €
  • Pflegehilfskräfte (PHK): 3.500 – 3.800 €
  • Angelernte Hilfskräfte (AHK): 3.100 – 3.400 €
  • Köche/Köchinnen: 2.700 – 3.000 €
  • Service & Hauswirtschaft: 2.500 – 2.700 €

 

Vorteile für Mitarbeitende

  • 30 Urlaubstage + bis zu 5 zusätzliche freie Tage
  • Familienfreundliche und planbare Dienstzeiten
  • Attraktive Vergütung nach eigener-Entgeltordnung und Sonderzahlungen
  • Langfristige Arbeitsplatzsicherheit
  • Strukturierte Einarbeitung & kompetente Begleitung
  • Individuelle Fort- und Weiterbildungen
  • BusinessBike-Leasing
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement (Yoga, Massagen, digitale Kurse u. a.)
  • Betriebliche Altersvorsorge (6,1 % Arbeitgeberanteil)
  • Mitarbeiterrabatte über Vorteilsportale
  • Kostenlose Getränke (Wasser, Tee, Kaffee)
  • Mentorenprogramm/Coaching
  • Homeoffice / Mobiles Arbeiten
  • Firmenevents
  • Mitgestaltungsmöglichkeiten
  • Parkmöglichkeiten
  • Gute Verkehrsanbindung
  • Moderne technische Ausstattung

 

Gemeinsam für Fachkräftegewinnung und Zuzug

Die Kooperation zwischen dem Welcome Service Center Nordwestmecklenburg und den DRK Pflegeeinrichtungen M-V gGmbH stärkt die Region in zentralen Bereichen:

  • Gewinnung qualifizierter Pflegefachkräfte
  • Unterstützung internationaler Mitarbeitender beim Ankommen
  • Langfristige Bindung von Beschäftigten an Nordwestmecklenburg
  • Attraktivitätssteigerung des Wohn- und Arbeitsstandorts „Job am Meer“

 

Diese Partnerschaft zeigt: Nordwestmecklenburg bietet nicht nur ein besonderes Lebensumfeld, sondern auch starke Arbeitgeber mit klaren Werten und Zukunftsperspektiven.

 

📌 Mehr Informationen:
DRK Pflegeeinrichtungen M-V gGmbH: https://www.drk-wohnanlagen-mv.de/
Welcome Service Center NWM: www.willkommen-nwm.de

 


Gefördert

Dieses Projekt wird anteilig vom Land Mecklenburg-Vorpommern für die Dauer von zwei Jahren aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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Welcome Center – Landesportal Mecklenburg-Vorpommern

betreibsferien 22.12.2025 - 04.01.2026

Betriebsferien der Wirtschaftsförderung Nordwestmecklenburg (WFG)

Ab dem 22. Dezember 2025 machen wir Betriebsferien!
Wir nehmen uns eine wohlverdiente Auszeit und sind ab dem 5. Januar 2026 wieder wie gewohnt für Sie da. Mit neuer Energie freuen wir uns darauf, gemeinsam mit Ihnen ins neue Jahr zu starten.

Danke für die gute Zusammenarbeit im Jahr 2025!
Ein herzliches Dankeschön an alle Unternehmen und Kooperationspartner aus Nordwestmecklenburg. Ihre Unterstützung und Ihr Vertrauen waren entscheidend für unseren gemeinsamen Erfolg. Wir schätzen die Zusammenarbeit und freuen uns darauf, auch 2026 weiterhin mit Ihnen zusammenzuarbeiten und Ihre Projekte zu unterstützen.

Frohe Weihnachten und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr!
Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien besinnliche Feiertage und einen guten Start in das kommende Jahr.

Ihr Team der Wirtschaftsförderung Nordwestmecklenburg (WFG)

 


 

Gefördert

Dieses Projekt wird anteilig vom Land Mecklenburg-Vorpommern für die Dauer von zwei Jahren aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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DRK Soziale Betreuungsdienste gGMBH

Das Welcome Service Center Nordwestmecklenburg (WSC) begrüßt die DRK Soziale Betreuungsdienste M-V gGmbH als neuen Partner. Ziel der Zusammenarbeit ist es, gemeinsam Fachkräfte für Nordwestmecklenburg zu gewinnen und langfristig zu binden.

Arbeiten bei den DRK Sozialen Betreuungsdiensten M-V

Die DRK Sozialbetreuungsdienste M-V gGmbH beschäftigen rund 86 Mitarbeitende an mehreren Standorten, u. a. in Grevesmühlen, Gadebusch, Mühlen Eichsen, Poischendorf, Wismar, Schwerin sowie im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte.

Das Unternehmen engagiert sich im Bereich der Eingliederungshilfe:

  • Begleitung von psychisch erkrankten Erwachsenen
  • Begleitung von Menschen mit Doppeldiagnosen (Sucht und Psyche)
  • Begleitung von Menschen mit anderweitigen Behinderungen
  • Arbeit in stationären, teilstationären und ambulanten Einrichtungen

Jobs in der Eingliederungshilfe Nordwestmecklenburg – deine Vorteile

Wer bei der DRK Soziale Betreuungsdienste M-V gGmbH arbeitet, profitiert von attraktiven Rahmenbedingungen:

  • 30 Urlaubstage + 4 Familientage
  • Gehalt sowie Zuschläge (z. B. für Sonn- und Feiertage)
  • Dienstwagen ab Wohnort möglich
  • Tablet für digitale Dokumentation
  • Flexible Arbeitszeitmodelle mit Rücksicht auf persönliche Wünsche
  • Keine Nachtschichten im ambulanten und teilstationären Bereich
  • Sehr gute Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Innovationskultur: Fokus auf digitale Lösungen, um Zeit für das Wesentliche zu fördern
  • Anerkennung durch Gratifikationen für Jubiläen

Die regulären Arbeitszeiten liegen zwischen 6:30 und 19:30 Uhr. Ein besonderes Plus: Im ambulanten und teilstationären Bereich gibt es keine klassischen Nachtschichten – ideal für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

Ein Unternehmen mit Herz

Die DRK Soziale Betreuungsdienste M-V stehen für Menschlichkeit, soziale Verantwortung und Teilhabe. Mitarbeitende arbeiten in einem familiären Team, erleben Wertschätzung und können aktiv dazu beitragen, das Leben ihrer Klient*innen nachhaltig zu verbessern.

👉 Jetzt informieren und bewerben:
www.drk-sb.de

 


 

Gefördert

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WFG NWM auf der Real Estate 2025

Nordwestmecklenburg im Rampenlicht der Immobilienbranche:

Am 14. und 15. Mai 2025 präsentierte sich die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg mbH auf der Real Estate Arena in Hannover – einer der wichtigsten Fachmessen für Immobilien, Projektentwicklung und Standortvermarktung im norddeutschen Raum.

Gemeinsam mit den Wirtschaftsfördergesellschaften der Landkreise und kreisfreien Städte Mecklenburg-Vorpommerns war Nordwestmecklenburg unter dem Dach der Landeswirtschaftsförderung „Invest in MV am Gemeinschaftsstand vertreten. Insgesamt rund 7.500 Besucherinnen und Besucher nutzten die Messe an zwei Tagen als zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und neue Investitionsimpulse.

Fokus auf Flächen, Potenziale und persönliche Gespräche

Für das Team der Wirtschaftsförderung war die Messe eine hervorragende Gelegenheit, aktuelle Industrie- und Gewerbeflächen aus der Region zu präsentieren – insbesondere mit Blick auf deren Lagegunst, Infrastruktur und Preisstruktur. Dabei stand neben der Vorstellung des Flächenangebotes auch der direkte Austausch mit Investoren, Projektentwicklern und kommunalen Partnern im Mittelpunkt.

Neues Großprojekt im Fokus: Upahl/Grevesmühlen

Ein besonderes Highlight war die Präsentation des neuen interkommunalen Großgewerbestandortes Upahl/Grevesmühlen. Im Rahmen eines Tandem-Vortrags stellten Lars Prahler, Bürgermeister der Stadt Grevesmühlen, und Martin Kopp, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordwestmecklenburg, den Standort potenziellen Projektentwicklern und Investoren persönlich vor. Der Vortrag unterstrich das starke Kooperationsinteresse der Region und machte die Standortvorteile greifbar.

Überregionale Sichtbarkeit als Schlüssel zum Erfolg

Neben neuen Kontakten wurden auch bestehende Geschäftsbeziehungen gepflegt sowie konkrete Gespräche zu Ansiedlungen und Entwicklungspotenzialen geführt. Für Martin Kopp ist der Messeauftritt ein strategisch wichtiger Schritt:

„Die Real Estate Arena hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig die überregionale Sichtbarkeit für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landkreises ist. Einige Projektentwickler und Investoren kannten die gute Infrastruktur und Lage unserer verfügbaren Gewerbegebiete sowie unsere attraktive Preisstruktur gar nicht. Deswegen sind Vertriebsplattformen wie diese Messe wichtig, um die Möglichkeiten in Nordwestmecklenburg persönlich vorzustellen.“

Fazit

Mit dem Messeauftritt auf der Real Estate Arena 2025 hat die Wirtschaftsförderung Nordwestmecklenburg erneut ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort gesetzt: sichtbar, vernetzt und zukunftsorientiert. Die Messekontakte bilden eine wertvolle Grundlage für weitere Projekte und Standortansiedlungen – und zeigen: Nordwestmecklenburg hat viel zu bieten.

 

Familie Schaake

Auf einer Fläche von einem Hektar Größe arbeitet Familie Schaake, das Ehepaar Susen und Michael mit Tochter und Sohn, an ihrem Traum. Dem Traum von naturbelassenen, qualitativ und geschmacklich absolut hochwertigen Lebensmitteln – ohne Kompromisse. „2018 hatten wir die Möglichkeit, dieses Objekt hier in der Gemeinde Upahl bei Grevesmühlen zu kaufen. Und da wir sowieso schon immer Herstellung und Eigenanbau verbinden wollten, inklusive allem anderen, was wir hier so vorhaben für die Zukunft, haben wir zugeschlagen“, erzählt Michael Schaake. Das Konzept liegt da längst schon in der Schublade, wartet nur auf den richtigen Ort für die Umsetzung. Es sieht vor, Ferienwohnungen sowie eigene Erzeugung und Verarbeitung naturbelassener Nahrungsmittel zu betreiben, das betrifft sowohl Früchte als auch Fleisch. Mittelfristig soll ein großer Hofladen integriert und die Produktionsstätte als „gläserne Manufaktur“ errichtet werden. In dieser bekommen die Besucher und Gäste einen transparenten Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte. „Auf Wunsch können die Feriengäste bei der Arbeit mitmachen und auch die Tagesgäste erhalten einen Eindruck von unserem Tun“, erläutert Ehefrau Susen Schaake das Konzept. Aktuell befindet sich ihr Hofladen noch in einem Provisorium.

Auf dem Gelände befinden sich der Hof mit Haupthaus, Werkstatt und Scheune, die angrenzenden Weideflächen und ein Teich. Vornehmlich alte Haustierrassen finden hier ihr Refugium – Schafe, Rinder, Geflügel, eventuell Schweine, dazu wird Obst angebaut. „Für letzteres sind wir auch noch auf der Suche nach Flächen.“ Zugekauft wird jedoch nur in geringem Maße und auch nur von Erzeugern aus dem Umfeld.

Michael Schaake kommt aus der Gastronomie, bezeichnet sich selbst als Genuss-Mensch und weiß um das Geheimnis guten Geschmacks bei Lebensmitteln. „Darum geht es mir hauptsächlich und der beginnt schon bei den Tieren und ihrer Haltung, den Früchten und ihrem Anbau.“ Bis 2018 war Schaake mit den Erzeugnissen seiner alten Firma biozertifiziert – zieht sich dann aber im Zuge der Umsetzung des neuen Familien-Konzepts aus dem Großhandel und diversen Einzelhandelsketten zurück. An der Beliebtheit der Produkte hat das nichts geändert: Sie werden unter anderem als Aushängeschild Nordwestmecklenburgs auf der Grünen Woche in Berlin präsentiert und etwa die Möbelmanufaktur Goertz in Wismar oder die Landschlachterei Klütz von Armin und Markus Griese gehören zu den Vertriebspartnern. Zum Sortiment unter dem Label „Hof Silberkuhle“ gehören aktuell Vinaigretten, also Fruchtessige, und Fruchtaufstriche – die Barbecue-Serie läuft unter dem Namen „DocSmoke BBQ“. Abgerundet wird das Angebot mit Saft von den Streuobstwiesen, Likören und Nüssen sowie Honig von der Imkerei Gerber aus Hilgendorf und Wurstwaren aus der Klützer Landschlachterei.

Michael Schaake ist im Februar 1976 in Gotha geboren, zehn Jahre später zieht die Familie nach Rostock. Nach der Schulzeit ist er lange auf der Suche nach seinem Platz im Berufsleben, probiert vieles aus. Nach dieser Phase entscheidet er sich dafür, den Weg in die Gastronomie zu beschreiten, macht auf dem zweiten Bildungsweg zwischen 2003 und 2005 eine Ausbildung zum Koch. „Aber ich hatte damals schon entschieden, ich möchte keine Bratkartoffeln und Schnitzel machen und schon gar keine 300-Kilo-Kessel rühren.“ Also ist klar: Nicht klassische Küche, sondern Gourmet-Bereich! Mit diesem Vorhaben sucht er sich während der Lehrzeit entsprechende Praktika in hochwertigen Restaurants, unter anderem im „Ich weiß ein Haus am See“ in Krakow am See bei Michael Laumen, dem ersten Michelin-Sternekoch in Mecklenburg-Vorpommern. Bei dem bleibt er auch nach der bestandenen Prüfung und ist infolge an mehreren Standorten beschäftigt, zum Beispiel am Kloster Rühn, wo er bereits mit der Manufaktur-Idee infiziert wird: Senf, Essig und Würz-Öle werden dort in kleinen Chargen hergestellt.

Als das Laumen-Imperium Ende der 2000-er Jahre zusammenbricht, geht Michael Schaake für kurze Zeit nach Baden-Württemberg, ist Küchenchef in einem Burg-Restaurant – die Familie zieht ihn aber schnell wieder nach Hause. Zunächst begleitet er den Aufbau einer Gastronomie in Kühlungsborn, anschließend folgt er einem Angebot zurück nach Krakow am See, wird dort Sous Chef, wechselt dann in gleicher Position nach Hamburg. Nebenbei studiert er Betriebswirtschaft. „In der Prüfungsphase habe ich mich ein wenig zurückgezogen und anschließend als Eventmanager für einen Caterer gearbeitet.“ Schlussendlich reift dann aber das Vorhaben, sich selbstständig zu machen.

Ideen für den Betrieb von Hof Silberkuhle hat Familie Schaake zur genüge. „Es wird Probierabende geben, es wird kulturelle Veranstaltungen geben und wahrscheinlich auch ein Café, in dem wir selbst gebackene Kuchen und Torten anbieten. Auf keinen Fall wird es aber noch mal einen Restaurantbetrieb geben.“ So bleibt es nach dem Willen der Unternehmer familiär, exklusiv und exquisit.

Text: Peter Täufel
Foto: Familie Schaake

Galerie Riten, Grevesmühlen

Dörte Markwart, Galerie Riten

Bilder malt die 1963 in Grevesmühlen geborene Dorit Markwart schon fast ihr gesamtes Leben. Aufgewachsen in einer Tischlerei in Wotenitz entwickelt sie unter dem Eindruck des Dufts von frischem Holz früh die Liebe zu Farben, Formen und zum Gestalten. „Das wurde mir wohl in die Wiege gelegt.“ Doch richtig ernsthaft und professionell ist es für die Ehefrau und dreifache Mutter erst 2017 geworden. „Da waren die Kinder aus dem Haus und ich konnte beruflich auch etwas kürzer treten.“ Bis dahin hat die 58-Jährige erst zu DDR-Zeiten als Floristin, nach der Wende in der Praxis ihres Mannes nach einer Umschulung als Arzthelferin gearbeitet. Letzteres macht sie zwar immer noch, doch an zwei Tagen in der Woche, immer Donnerstag und Freitag, widmet sich Dorit Markwart der Kunst. „Ich bin ja ein typischer Quereinsteiger. Das heißt, ich muss mir alles mühsam erarbeiten.“ Deshalb besucht sie mehrfach im Jahr an verschiedenen Orten in Deutschland Wochenkurse zu verschiedenen Themen. „Ich lasse mich bei meiner Malerei nicht in irgendeine Schublade pressen – egal ob Porträt, Landschaft oder Akt, ob naturalistisch, expressionistisch oder abstrakt, ich male, worauf ich gerade Lust habe und was mich inspiriert.“ Und dafür verwendet die Künstlerin auch alle denkbaren Materialien, malt Aquarell, in der Mixed Media Technik oder in Öl, nutzt Pinsel, Kreide, Stifte und auch Wandfarbe oder Heizungslack. „In normalen Jahren male ich so 60 bis 80 Bilder.“

Galerie Riten, Grevesmühlen

Seit Mai 2020 betreibt Dorit Markwart im ehemaligen HO-Gebäude in der Rehnaer Straße Grevesmühlen ihre „Galerie Riten“ – gleichzeitig auch ihr Atelier, denn im privaten Wohnbereich in Neu Degtow reicht der Platz längst nicht mehr. Der Namensursprung ihrer Galerie ist schnell erklärt: „Riten – so wurde ich als Kind gerufen. Zum Gedenken an meinen Opa Walter habe ich diesen Namen als Galerie und meinen Künstlernamen gewählt.“ Hier ist aber nur ein Teil ihrer Werke zu sehen – aktuell stellt Riten auch im Erdgeschoss Altes Rathaus Grevesmühlen, im Weinkontor Damshagen sowie in der Physiotherapie Daniels in Grevesmühlen und in einem Wismarer Büro aus. Die größte Resonanz und den meisten Kontakt zu Kunstliebhabern und potentiellen Käufern ihrer Bilder hat Dorit Markwart aber bei der regelmäßig stattfindenden Veranstaltung „Kunst offen“. Da wechseln dann besonders viele Arbeiten ihren Besitzer. „Je nach Größe und Aufwand bei der Umsetzung kostet ein Bild von mir zwischen 60 und 500 Euro – wenngleich es auch Stücke gibt, die unverkäuflich sind.“

Dörte Markwart, Künstlerin bei der Arbeit

Dorit Markwart hat ganz konkrete Pläne für die Zukunft: „Wenn ich in absehbarer Zeit in meinem Hauptberuf in den Ruhestand gehe, dann möchte ich gern Malkurse in Abstrakter Malerei mit verschiedenen Materialien geben.“ Dafür sucht sie noch eine geeignete Räumlichkeit, eine Halle oder einen Schuppen, „wo man richtig Dreck machen kann“, wie sie sagt. Angebote dafür sind Riten diesbezüglich jederzeit sehr willkommen.

Text und Fotos: Peter Täufel